Diagnostik

Captopril-Szintigraphie


Die Captopril-Szintigraphie ist eine ergänzende Szintigraphie bei Verdacht auf renalen Hypertonus und bei Verdacht auf Nierenarterienstenose.

Je nach Untersuchungsplanung besteht die Möglichkeit eines Eintages- oder Zweitagesprotokolls. In jedem Falle erfolgen beide Szintigraphien mit dem Radiotracer MAG – 3 (Mercaptoacetyltriglycin).

Für die Captopril Szintigraphie erhält der Patient 1 Stunde vor Untersuchungsbeginn zwischen 25 und 50mg Captopril. Während der Einwirkzeit des Captoprils soll der Patient ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen um die Untersuchungsergebnisse nicht zu verfälschen.

Bei dem Medikament Captopril handelt es sich um einen ACE-Hemmer, welcher zur Erniedrigung des systemischen Blutdrucks führt. Aus diesem Grund wird, während des gesamten Untersuchungsverlaufs regelmäßig der Blutdruck des Patienten überprüft.

Vor Beginn der Untersuchung wir der Patient zur Toilette geschickt um die Harnblase zu entleeren. Zur Sicherung der Untersuchungsqualität ist es besonders wichtig, dass der Patient während der gesamten Untersuchung, die etwa 45 Minuten dauern wird, ruhig und entspannt in Rückenlage liegen kann.

Nach legen von zwei venösen Zugängen wird über einen, der radioaktive Tracer injiziert und die Aufnahme der Nierenfunktion wird direkt gestartet. Im Verlaufe dieser Aufnahme wird ggfs. Furosemid (Lasix) gespritzt. Furosemid (Lasix) beschleunigt die Ausscheidung des radioaktiven Tracers. Im weiteren Verlauf der Untersuchung wir über den zweiten venösen Zugang zweimal Blut abgenommen. Im Anschluss an die erste Aufnahme, die etwa 30 Minuten dauert, wird der Patient erneut gebeten, die Blase zu entleeren. Im direkten Anschluss erfolgt noch eine etwa 5 – minütige statische Aufnahme der Nierenbeckenregion.

Nach Abschluss aller notwendigen Aufnahmen erfolgt unmittelbar die Auswertung der Untersuchung und die Besprechung der Untersuchungsergebnisse.

Bei unklarem Untersuchungsergebnis erfolgt unmittelbar im Anschluss eine Dynamische Nierenszintigraphie